Stadtpark Rendsburg

 

 

Ziel der Planung des Stadtparks Rendsburg im Rahmen eines konkurrierenden Verfahrens sollte die Schaffung einer vielfältig nutzbaren und klar strukturierten Parkanlage als wichtiges Verbindungsglied im Stadtgefüge mit attraktiven Aufenthaltsbereichen und einem Kunstraum im Freien sein.

Die Gestaltung des Stadtparks betont die historisch gewachsenen Strukturen und bezieht diese in die Neubetrachtungen ein. Hierzu gehören die ehemalige Funktion als Festung mit ihrer bastionsförmigen Ausgestaltung und die nach der Schleifung der Festung erfolgten Gestaltungen durch den Verschönerungsverein mit Denkmälern und einem reichen, interessanten Baumbestand.

Die zur Zeit der Planung unterbewertete Wassernähe sollte durch die Betonung und Gestaltung der Uferzone des Stadtsees und durch die Schaffung von Platzflächen neu erlebbar gemacht werden. Ein neuer geschwungener Weg zieht sich von der Weißen Brücke am Ufer der Eider entlang. Die uferseitige Bepflanzung besteht aus einer attraktiven standortangepassten Stauden- und Wildblumenpflanzung mit Gehölzgruppen aus Sumpfzypressen, Erlen und Weiden. In der Mitte des Wegeschwungs öffnet sich ein Sitzbereich mit Pavillon (Eiderpavillon) mit Blick auf den Stadtsee.

Ein „Baumtheater“ im Skulpturenhain öffnet sich als Aufenthaltsort und künstlerischer Aktionsraum in einem zentralen, baumüberstandenen Wegekreuz. Die derzeit unübersichtlichen und verschachtelten Raumstrukturen in diesem Bereich werden dabei zugunsten einer offenen Platzfläche aufgehoben. Auf der baumüberstandenen Platzfläche an den ehemaligen Pulverschuppen ist die Anlage eines Cafégartens geplant, um damit auch diese Parkzone mit ihren Gebäuden neue zu beleben.

 

Bearbeitung: In Zusammenarbeit mit Urte Schlie für die Stadt Rendsburg, 2006
Vorentwurf im Rahmen eines konkurrierenden Verfahrens, 2. Platz